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Container Closure Integrity Test

Container Closure Integrity Test

Behältnis- und Verschlussintegritätsprüfung

Zur Sicherstellung der Dichtheit der Packmittel ist eine Behältnis-und Verschlussintegritätsprüfung (CCIT) durchzuführen. Als unabhängiger Partner setzt das OFI hochentwickelte Analyseverfahren zur Beurteilung von Einweg- und Mehrweggebinden von Pharmazeutika ein.

Eine optimale Primärverpackung schützt das Produkt vor Kontaminationen (Sterilbarriere) und verhindert eine Veränderung der Produktqualität durch Umwelteinflüsse. Mittels Container Closure Integrity Testing kann die Funktionsfähigkeit der Primärverpackung festgestellt werden. Mithilfe von modernsten Analysegeräten zur CCI Testung offeriert das OFI individuelle Prüfungsdesigns gemäß GMP, EMA und US-Guidelines.

Funktionsfähigkeit der Primärverpackung feststellen

Eine optimale Primärverpackung schützt das Produkt vor Kontaminationen und verhindert eine Veränderung der Produktqualität durch Umwelteinflüsse. Das betrifft insbesondere das Eindringen von Mikroorganismen und Luftsauerstoff.

Mittels Container Closure Integrity Testing kann die Funktionsfähigkeit der Primärverpackung festgestellt werden. Dazu können unterschiedliche Testsysteme angewendet werden, wie sie in der USP 1207.2 im Detail beschrieben sind. Eine grundlegende Überlegung ist, ob die Durchführung zerstörungsfrei erfolgen soll. Mithilfe von modernsten Analysegeräten bietet das OFI dazu individuelle Prüfungsdesigns.

 

Container Closure Integrity (QM-System: GMP)

  • Prüfungen nach EP 3.2.9, USP <381> und USP <1207>
  • Dye Immersion Test (z.B. Blaubad Test)
  • Zerstörungsfreie Laser Based Headspace CCI Analyse für Vials und Spritzen
  • Methodenverifizierungen der CCI Tests
  • Siegelnahtfestigkeit
Eine zerstörungsfreie Prüfung von Glasgebinden auf Container Closure Integrity ist mittels Laser-Headspace-Technologie möglich. Voraussetzung dafür ist, dass der Gasraum des Gebindes entweder evakuiert oder mit einem Inertgas befüllt ist. Dabei wird mittels Laser im Gasraum der Sauerstoffanteil gemessen. Ein steigender Anteil an Sauerstoff indiziert das Eindringen von Luft. Die Messung wird zum Beispiel bei lyophilisierten Produkten angewendet, bei Injektabila in Vials, oder für fertig verpackte Spritzen. Die Prüfung kann sowohl online, als Inprozess-Kontrolle, als auch offline, d.h. für Freigabeprüfungen und Stabilitätsprüfungen, durchgeführt werden. Einzige Voraussetzung ist, dass das Gebinde aus Klarglas besteht und im Messweg weder etikettiert, noch bedruckt ist. Gegenüber Spuren wie z.B. Fingerabdrücken an der Außenseite ist die Methode dagegen sehr robust, und damit auch sehr zuverlässig in der Anwendung. Die verwendeten Gebinde können damit nach erfolgter Prüfung weiter verwendet werden. Das OFI führt damit z.B. die Prüfung auf nicht sichtbare Partikel durch, ebenfalls mithilfe einer Laser-basierten Technologie, wie sie in der Ph.Eur. 2.9.19 (Methode 1) und der USP 787 und 788 beschrieben ist.
Glasgebinde können ebenfalls auf Dichtheit geprüft werden, indem das Eindringen von Farbstofflösungen untersucht wird. Diese Tests zielen auf den Verschluss ab. Typischerweise werden dabei die Gebinde in eine wässrige Lösung von Methylenblau eingebracht. Durch Anlegen von Vakuum über der Lösung wird bei eventueller Undichtigkeit auch in den Gebinden ein Unterdruck erzeugt, der bei anschließendem Belüften auf Normaldruck die Farbstofflösung in die Gebinde zieht. Daher kann man im Falle von Färbungen im Füllgut eventuelle Undichtigkeiten nachweisen. Diese Prüfungen werden am OFI auch in Kombination mit einer Quantifizierung des Farbstoffes mittels UV/VIS durchgeführt. Dadurch kann die Nachweisgrenze gegenüber der visuellen Auswertung nochmals deutlich gesenkt werden, und man erhält statt einem qualitativen Test ein quantitatives Testergebnis. Am OFI wird diese Methode produktspezifisch validiert. Das inkludiert nicht nur die richtige Messung des Farbstoffes im Füllgut. Zusätzlich kann das Eindringen des Farbstoffes auch mittels Positiv- und Negativkontrollen validiert werden. Zur Positivkontrolle werden z.B. Mikrokapillaren zwischen 10 und 20µm in die Gummistopfen eingebracht. Dadurch wird ein Loch in einer Standardgröße simuliert, durch welches das Eindringen des Farbstoffes überprüft werden kann. Eine weitere Variante stellt das Lasern dar, womit Löcher bis zu 2µm erzeugt werden können. Umfangreiche Überlegungen hierzu gibt die USP 1207.1 wieder.

Leitung Pharma, Medizinprodukte & Hygiene

Dr. Michael Pyerin
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