In Andenken an den weltberühmten Chemiker Hermann Franz Mark überreicht das OFI jedes Jahr die H.F. Mark Medaille an Persönlichkeiten, die besondere Leistungen im Bereich der Kunststoff- & Polymertechnik erbracht haben. Dieses Jahr nehmen Univ.Prof. DI Dr. Robert Liska (TU Wien, Institut für Angewandte Synthesechemie) und Univ.Prof. DI Dr. Jürgen Stampfl (TU Wien, Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie) die international angesehene Auszeichnung entgegen.

Um bei der feierlichen Verleihung der H.F. Mark Medaille 2021 dabei zu sein, haben sich am 20. Oktober rund 90 Gäste im Festsaal des Hauses der Ingenieure in Wien eingefunden. Im Fokus der Veranstaltung standen dieses Jahr zwei Universitätsprofessoren, die für ihre wissenschaftliche Arbeit geehrt wurden – und zwar gemeinsam. Es ist das erste Mal in der Geschichte der H.F. Mark Medaille, dass zwei Preisträger für ihre herausragende Zusammenarbeit ausgezeichnet werden.

„Die Ergebnisse ihrer Forschung zeigen, wie gut Univ.Prof. Dr. Robert Liska und Univ.Prof. Dr. Jürgen Stampfl zusammenarbeiten. Ihr Interesse Grundlagenwissen nicht nur auszuweiten, sondern ihre Erkenntnisse auch anzuwenden und für die Industrie nutzbar zu machen, ist ungebrochen. Es freut mich sehr, dass diese beiden außergewöhnlichen Persönlichkeiten nicht nur ihr Wissen, sondern auch ihre Leidenschaft für die Forschung an die Studierenden der Technischen Universität Wien weitergeben,“ so Univ.Prof. DI Dr. Sabine Seidler, die als Rektorin der TU Wien die Arbeitsweise der diesjährigen Preisträger genau kennt.

Seit mehr als 20 Jahren forschen Robert Liska und Jürgen Stampfl gemeinsam. Aus unterschiedlichen Disziplinen stammend, ist es ihnen gelungen, ihr Wissen so zu verbinden, dass daraus etwas Neues entstehen konnte. In ihrer Forschung beschäftigen sie sich mit Photopolymerisation und 3D-Druck und den Möglichkeiten, die dadurch für die additive Fertigung entstehen.

„Eine gute Balance zwischen Grundlagenforschung, angewandter Forschung und Industriekooperationen ist uns wichtig. Ich finde es wahnsinnig spannend, erarbeitetes Basiswissen in die Praxis umzusetzen. Auch, wenn sich gezeigt hat, dass es extrem langwierig ist, bis daraus dann auch ein marktfähiges Produkt wird,“ führt Univ.Prof. Dr. Robert Liska aus.

Im Rahmen eines Podiumsgespräches haben Univ.Prof. Dr. Robert Liska und Univ.Prof. Dr. Jürgen Stampfl nicht nur Einblick in ihre wissenschaftliche Karriere gegeben, sondern anhand unterschiedlicher Anwendungsbereiche ihrer Forschung gezeigt, welches Potenzial interdisziplinäre Zusammenarbeit hat. Die Erkenntnisse von Liska und Stampfl werden zum Teil bereits in der Zahnheilkunde, der Mikroelektronik und der Biomedizin angewendet. Mit wie viel Engagement die diesjährigen Preisträger Forschung betreiben, wurde im gemeinsamen Gespräch deutlich. Ihre Zusammenarbeit geht weiter und sie haben noch einige Forschungsansätze, denen sie gemeinsam mit ihren Studierenden nachgehen werden.

Für ihre herausragenden Leistungen im Bereich der Photopolymere und des 3D-Druckes erhielten Univ.Prof. Dr. Robert Liska und Univ.Prof. Dr. Jürgen Stampfl schließlich gemeinsam die H.F. Mark Medaille. Zusammen mit einer Urkunde wurde ihnen die Auszeichnung von den OFI Geschäftsführern Dr. Michael Balak und DI Udo Pappler überreicht.

„Die H.F. Mark Medaille ist die prestigeträchtigste Auszeichnung, die man in Österreich für Arbeiten in den Polymerwissenschaften erhalten kann. Ich fühle mich sehr geehrt, dass wir für die zwanzig Jahre gemeinsame Arbeit diese Anerkennung erhalten,“ zeigt sich Univ.Prof. Dr. Jürgen Stampfl erfreut.

Die Verleihung der H.F. Mark Medaille zählt bereits seit 1975 zu den Veranstaltungsfixpunkten des Österreichischen Forschungsinstituts für Chemie und Technik (OFI). Mit dieser Auszeichnung werden die Leistungen von Persönlichkeiten im Bereich der Polymerwissenschaften oder der Kunststoffwirtschaft geehrt. Benannt ist sie nach dem österreichisch-US-amerikanischen Chemiker Hermann Franz Mark, der als ein wesentlicher Begründer der modernen Polymerwissenschaft gilt. Mit der Verleihung der Medaille will das OFI in Andenken an Hermann Franz Mark das Zusammenspiel von Wissenschaft und Wirtschaft unterstreichen. Als Mitglied der Austrian Cooperative Research (ACR) unterstützt das OFI die Industrie mit angewandter Forschung und gibt so aktuelles Know-how direkt weiter.

 

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Bildauswahl - Abdruck honorarfrei im Kontext der Berichterstattung über die H.F. Mark Medaille bei Angabe © OFI/Michael Pyerin

Preisträger der H.F. Mark Medaille 2021

Die Preisträger der H.F. Mark Medaille 2021 Univ.Prof. DI Dr. Robert Liska (TU Wien, Institut für Angewandte Synthesechemie) und Univ.Prof. DI Dr. Jürgen Stampfl (TU Wien, Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie) mit ihrer Laudatorin Univ.Prof. DI Dr. Sabine Seidler (Rektorin der TU Wien).

 

Podiumsgespräch mit Robert Liska, Jürgen Stampfl und Sabine Seidler

Im Rahmen eines angeregten Podiumsgesprächs gaben die beiden Preisträger Einblick in ihre gemeinsame Forschungsarbeit. - v.l.n.r.: Mag. Stefanie Fürnsinn (Moderation), Univ.Prof. DI Dr. Robert Liska, Univ.Prof. DI Dr. Jürgen Stampfl, Univ.Prof. DI Dr. Sabine Seidler

 

Verleihung HFM Medaille 2021 Publikum web

Rund 90 Gäste nahmen an der feierlichen Veranstaltung im Festsaal im Haus der Ingenieure teil.

 

Verleihung HFM Medaille 2021 Medaillenuebergabe web

Die H.F. Mark Medaille wurde den beiden Preisträgern von der OFI Geschäftsführung überreicht. - v.l.n.r.: Baurat Dr. Michael Balak, Univ.Prof. DI Dr. Robert Liska, Univ.Prof. DI Dr. Jürgen Stampfl, DI Udo Pappler, Univ.Prof. DI Dr. Sabine Seidler

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