Bundesministerin Schramböck besucht OFI © BKA / Florian Schrötter

Wie angewandte Forschung in der Praxis funktioniert, und welchen Nutzen sie direkt für heimische KMU hat, davon hat sich Dr. Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, bei ihrem Besuch am OFI selbst überzeugt.

In dem strategischen ACR-Projekt „Serife 3D“ wird unter Leitung des OFI eine Datenbasis aufgebaut, die künftig die Serienfertigung von 3D-gedruckten Bauteilen für Unternehmen erleichtern soll. Finanziert wird dieses kooperative Forschungsprojekt u.a. mit Mitteln des BMDW.

„Nur durch Forschung und Innovation können wir langfristig auf den internationalen Märkten bestehen und Wirtschaftswachstum und Wohlstand sichern“, ist Ministerin Margarete Schramböck überzeugt. „Gerade die für die Wirtschaft so wichtigen KMU haben aber oft nicht die nötigen Ressourcen dafür. Die ACR schließt diese Lücke und begleitet KMU bei ihrem Innovationsprozess“, so Schramböck weiter. „Die ACR-Institute sind die perfekten Partner für KMU, um gemeinsam von der Idee zum Produkt zu kommen“, pflichtet ACR-Präsidentin Iris Filzwieser bei.

Das OFI ist eines dieser ACR-Institute, das es sich zur Aufgabe gemacht hat mit seinem Know-how zu unterstützen und Innovationen voranzutreiben. Als Technology Translator bringt das OFI das notwendige Handwerkzeug mit, das zur Umsetzung einer Idee benötigt wird. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Serife 3D“ profitieren die Projektpartner sowohl von den vielfältigen Prüfmöglichkeiten, die das OFI bietet, als auch von der jahrzehntelangen Erfahrung von Kunststoffexperten und Projektleiter Heinz Haider: „Mit den Erkenntnissen, die wir im Rahmen des Projektes erlangen, können wir KMU künftig noch besser unterstützen und bieten jenen, die 3D-Druck nutzen wollen, eine gesicherte Entscheidungsgrundlage.“ Das Projekt „Serife 3D“ stellt die revolutionäre Produktionsmethode 3D-Druck auf den Prüfstand und schließt die Erfahrungslücken, die einer risikolosen Anwendung der Technologie im Weg stehen, und kleine und mittlere Betriebe derzeit noch davon abhalten, die Chancen der Technologie zu nutzen.

„Die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt 3D-Serife werden es ermöglichen, dass bei der Produktion von Substituten nicht mehr das Material des Originalbauteils die bestimmende Komponente ist, sondern die Eigenschaften des Bauteils in den Fokus rücken. Dadurch werden sich neue Einsatzmöglichkeiten für den 3D-Druck eröffnen,“ ist Felix Spieß, Geschäftsführer von alphacam, überzeugt. Auch Robert Gmeiner, Geschäftsführer von Cubicure, schätzt die Vorteile kooperativer Forschung: „Durch die direkte Zusammenarbeit mit dem Werkstoffspezialisten OFI, erhalten wir von unabhängiger Seite Rückmeldungen zur Qualität, der mit unserer Anlage gefertigten Produkte. Darüber hinaus profitieren wir von weiterführenden Erkenntnissen, die nur durch angewandte Forschung entstehen.“

„Serife 3D“ ist ein Grundlagenprojekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat eine Datenbasis zu schaffen, auf der aufbauend Entscheidungen zu Materialauswahl und Verfahren getroffen werden können. Dazu gehört eine umfassende Datenerhebung, die sich zunächst darauf konzentriert, alle Polymerwerkstoffe, Druckverfahren und Fertigungstechniken zu erheben und die relevanten Prozess- und Materialeigenschaften zu identifizieren. Entstehen soll am Ende des Projektes ein Leitfaden, der KMU bei ihrer Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes 3D-Druckverfahren unterstützt. Neben dem OFI sind mit dem ZFE und dem IWI zwei weitere ACR-Institute in das Projekt involviert.

Freuen Sie sich auf den OFI Pulvertag 2021 am 7. Oktober!

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