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Veröffentlicht am 16. November 2023

17. Internationale Klebefachtagung: Nachhaltigkeit in der Klebetechnik

Wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist, um den Herausforderungen der klebenden Industrie nachhaltig begegnen zu können, machte Ing. Martin Tonnhofer, OFI Klebeexperte und Lehrgangsleiter, in seinem Vortrag deutlich. Fotocredit: OFI

Was gibt es Neues in der Welt des Klebens? Wie kann man Nachhaltigkeit in der klebenden Industrie umsetzen? Klebstoffproduktion unter dem Aspekt der maximalen Ressourcenschonung, wie geht das? Diese und ähnliche Fragen wurden am 9. und 10. November 2023 im Hotel Rainers21 in Brunn am Gebirge aus Expert*innensicht beleuchtet. Neueste Entwicklungen, aber auch bewährte und nachhaltige Lösungen am Klebesektor boten den Teilnehmenden der 17. Internationalen Klebefachtagung des OFI ausreichend Diskussionsstoff.

OFI Klebeexperte Ing. Martin Tonnhofer lud Vertreter*innen der Klebebranche zum Update und Austausch, rund 70 Interessierte folgten seiner Einladung. Im Fokus der heurigen Fachtagung stand das Thema Nachhaltigkeit in der klebenden Industrie. Die Annäherung aus verschiedensten Blickwinkeln bot einen guten, umfassenden Überblick über die Thematik.

 

Nachhaltigkeit effizient umsetzen

Verfolgt ein Unternehmen den Ansatz „From cradle to grave“, indem Kunststoff im besten Fall im Kreislauf wiederverwertet und nicht verbrannt wird, setzt eine andere Firma auf den digitalen Zwilling ihrer Produktionskette, der sämtliche Produktionsprozesse digital abbildet, checkt, optimiert und damit Kosten und Ressourcen schont. Eine neue Beschichtungsanlage für Klebebänder sorgt wiederum in einem anderen Betrieb für zwei Drittel weniger Energieverbrauch.

„Die Beispiele aus der Praxis, die dieses Jahr im Rahmen der OFI Klebefachtagung aus unterschiedlichen Perspektiven und Bereichen präsentiert wurden, zeigen, dass Nachhaltigkeit in der Brache kein Fremdwort ist. Ganz im Gegenteil, hier hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan“, weiß Ing. Martin Tonnhofer, OFI Experte für Klebetechnik. „Angewandte Forschung ist dabei ein essenzieller Bestandteil für die Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen.“

Neben bereits effizient umgesetzten Nachhaltigkeitsbeispielen ging es u.a. um Vorteile der Plasmavorbehandlung, gedruckte Sensorik für die in-situ Überwachung des Aushärteprozesses von Klebstoffen in Holzbauteilen und expandierte Füllstoffe für reversible Klebungen in Photovoltaikmodulen. Auch Abfallvermeidung und Verpackungsalternativen, recycelter Kunststoff statt Erdöl, Ökostrom oder biobasierte sowie lösungsmittelfreie Klebstoffe waren Inhalte der Vorträge. Eines ging klar hervor: In jedem Unternehmen steckt Potenzial in Richtung CO2-neutral zu gehen. Die Klebebranche stellt sich dieser Herausforderung und ist schon mitten in der Umsetzung.

 

Zukunftsweisendes Berufsbild

Zu zeigen, wie nachhaltig Klebetechnik sein kann, ist auch wichtig um junge Menschen für eine Ausbildung in der Klebetechnik zu begeistern. Darauf bezugnehmend stellte Tonnhofer neue Möglichkeiten an Klebeausbildungen am OFI vor. Zukünftig soll es auch eine individuelle, verkürzte Ausbildung für Klebepraktiker geben. Mitarbeiter*innen, die zum Beispiel nur für einen einzigen Arbeitsschritt im Klebeprozess verantwortlich sind, erhalten dabei in zwei bis drei Tagen ein Basistraining und das nötige Spezialwissen passend zu den Prozessen, mit denen sie sich beschäftigen sollen. Zudem wird es die Option von individuellen Inhouse-Schulungen und Online-Trainings geben. Dabei stehen immer die spezifischen Kundenbedürfnisse im Vordergrund.

„Am OFI bieten wir bereits seit 2002 als Approved Training Body der European Federation of Welding, Joining and Cutting, kurz EWF, Aus- und Weiterbildungen im Bereich der Klebetechnik an. Neben den Ausbildungen zu Klebpraktiker, Klebfachkraft und Klebfachingenieur, wollen wir künftig auch vermehrt individuelle Schulungen und Spezialtrainings anbieten“, so Tonnhofer. „Mitarbeiter*innen der klebenden Industrie müssen fundiert ausgebildet und qualifiziert sein.“ Dazu gehört auch regelmäßige Auffrischungsangebote zu nutzen, wie z.B. die OFI Refresher oder die jährlich stattfindende Internationale Klebefachtagung, die auch als klebtechnische Fortbildung im Rahmen der EWF-Personalqualifizierung anerkannt wird.

 

Pressetext als PDF zum Download

 

Bildauswahl – Abdruck honorarfrei im Kontext der Berichterstattung über die OFI Klebefachtagung, bei Angabe des Fotocredits OFI

 

Wie wichtig eine fundierte Ausbildung ist, um den Herausforderungen der klebenden Industrie nachhaltig begegnen zu können, machte Ing. Martin Tonnhofer, OFI Klebeexperte und Lehrgangsleiter, in seinem Vortrag deutlich. Fotocredit: OFI

 

Rund 70 Interessierte holten sich im Rahmen der 17. Internationalen Klebefachtagung des OFI ein Update zu aktuellen Trends und Entwicklungen der Branche – mit Fokus auf Nachhaltigkeit in der Klebetechnik. Fotocredit: OFI

Leitung PR & Marketing

Mag. Stefanie Fürnsinn, Bakk.