Im Projekt LEIFS – Let it flow safely, beleuchtete das OFI gemeinsam mit den ACR-Instituten LVA und IWI, die Sicherheitsbewertung von Menstruationsprodukten. Während der Projektlaufzeit von 2022 bis 2024 waren Forschungsteams weltweit auf der Suche nach entsprechenden Standards. Das Fazit: Es gibt keine internationalen Normen.
Dies führte zur Gründung einer Initiative, die die Entwicklung eines Standards auf ISO-Ebene auf den Weg brachte. Es entstand das technische Komitee ISO TC 338, eine Gruppe von Expert:innen aus 55 Nationen, die an der Sicherheitsbewertung dieser Produkte arbeitet. Auch Elisabeth Mertl, Projektleiterin des Forschungsprojekts LEIFS, bringt ihre Expertise in dieses Gremium ein.
Menstruationsprodukte unter der Lupe
Die zwar formal getrennten Forschungsprojekte ToxyFlow und ToxyCell (Organic and inorganic compounds in menstrual products) sind inhaltlich jedoch stark verwoben und können daher als gemeinsames Projekt mit einem gemeinsamen Ziel betrachtet werden: Menstruationsprodukte weltweit sicherer machen. Durch die Bewertung der Sicherheit und dem Screening von verschiedenen Periodenprodukten aus der ganzen Welt wird ein State-of-the-art erhoben und Input für die Standardisierung geliefert.
Ziel ist, diverse Menstruationsprodukte aus verschiedenen Ländern mit chemischen und mikrobiologischen Methoden hinsichtlich deren Sicherheit zu untersuchen. In chemischen Analysen werden vor allem toxische Substanzen detektiert. Mittels biologischer Assays werden die Produkte auf deren Wechselwirkungen mit Zellsystemen untersucht. Dabei stehen Zytotoxizität, Irritation, Sensibilisierung, Hormonaktivität und Genotoxizität im Vordergrund.
Die Projektergebnisse werden im ISO Komitee 338 kommuniziert und Input für Entscheidungen hinsichtlich der Inhalte der Standardisierung liefern.
Förderung:
ToxyFlow: Grant Gates Foundation
ToxyCell: The Sanitation and Hygiene Fund (SHF)