Für viele österreichische Klein- und Mittelunternehmen (KMU) im 3D-Druckbereich hat der Bereich Medizinprodukte enormes Zukunftspotenzial. Gleichzeitig eröffnet der 3D Druckbereich neue Möglichkeiten für Hersteller von Medizinprodukten. Per 3D-Druck gefertigte, individuelle patientenspezifische Medizinprodukte wie Dentalschienen, Implantate, Prothesen u.v.m. sind stark gefragt und bieten eine enorme Wachstumschance für die Branche. Allerdings stellen hier hohe Anforderungen an die Sicherheitsbewertung und die strengen regulatorischen Auflagen eine kaum überwindbare Hürde für einzelne KMU dar. Denn bestehende Konzepte für die Sicherheitsbewertung von Medizinprodukten aus Kunststoff sind derzeit noch nicht auf die speziellen Herausforderungen im 3D-Druckbereich ausgelegt. Besonders der schichtförmige Aufbau und die individuelle Fertigung einzelner Produkte erfordern neue Strategien hinsichtlich der Sicherheitsbewertung. Hier kommt das Projekt C-3PO (Customized 3D-Printed Medical Products with Optimized safety) ins Spiel. Das Forschungsprojekt unter der Leitung des OFI entwickelt neue Methoden zur Bewertung der Biokompatibilität, der Porosität und deren Einfluss auf die Reinigungs- und Sterilisationseffizienz für additiv gefertigte Medizinprodukte.
Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse zu den Materialien und validierten „ready to use“ Methoden bieten KMU entscheidende Vorteile bei der Entwicklung und Zulassung von Produkten. Notwendige, relevante Kriterien können von Anfang an berücksichtigt werden und so bei Materialauswahl und Optimierung der Druckprozesse helfen. So wird der Entwicklungsprozess von neuen Produkten für KMU deutlich verkürzt und mit weniger Kosten verbunden sein.
Förderung: ACR Strategische Projekte
Projektkonsortium:
Leitung: OFI
Wissenschaftliche Partner: KMU Forschung Austria, ZFE