FAQ: Mehr über die UBA-Bewertungsgrundlage erfahren

 

Was ist neu?

Seit März 2019 gibt es eine neue Bewertungsgrundlage des deutschen Umweltbundesamtes (UBA) für organische Materialien im Kontakt mit Trinkwasser. Zusätzlich dazu wurde eine Empfehlung zur Konformitätsbestätigung der trinkwasserhygienischen Eignung von Produkten veröffentlicht, welche für die meisten Produktgruppen vorsieht, sich bei unabhängigen akkreditierten Zertifizierungsstellen, wie z.B. dem OFI, zertifizieren zu lassen. Ebenfalls seit März 2019 gilt für die gleichen Produktgruppen die gesetzlich verpflichtende Forderung, dass Hersteller gemeinsam mit einer akkreditierten Zertifizierungsstelle eine werkseigene Produktionskontrolle (WPK) durchführen und dokumentieren (1+ System).

 

Welche Auswirkung hat die neue Bewertungsgrundlage?

Nach einer Übergangsfrist von zwei Jahren, spätestens mit 21. März 2021, verlieren bestehende Prüfzeugnisse nach KTW-Leitlinie, Beschichtungsleitlinie und Schmierstoffleitlinie ihre Erstellungsgrundlage, und damit praktisch ihre Gültigkeit. Die noch gültigen Regelwerke (z.B. UBA Elastomerleitlinie) werden bis 2021 ebenfalls überarbeitet und in das System der Bewertungsgrundlagen integriert.

Eine Zertifizierung für die meisten Produkte, sowohl für organische Materialien, als auch für Metalle in Kontakt mit Trinkwasser, muss durch ein Zertifikat einer akkreditierten Zertifizierungsstelle, wie z.B. des OFI, nach den neuen Bewertungsgrundlagen bescheinigt werden. Dieses Zertifikat stellt die Grundlage für Ihre Konformitätserklärung dar.

 

Welche Materialien sind betroffen?

Hier finden Sie einen Überblick der Trinkwasserkontaktmaterialien in der Hausinstallation, die derzeit betroffen sind, und in Zukunft betroffen sein werden:

Betroffen

Derzeit nicht betroffen

Metalle

Zementgebundene Werkstoffe

Organische Kunststoffe

Silikone

Organische Beschichtungen

Elastomere

Schmierstoffe

Thermoplastische Elastomere

 

Wie erhält mein Produkt ein Zertifikat?

Am OFI können Sie ganz einfach einen Antrag auf Zertifizierung (PDF) stellen.

Welche Schritte zur Erlangung eines Zertifikats, in Abhängigkeit des Verfahrens, notwendig sind, finden Sie hier vereinfacht dargestellt:

 

1+ System

Vereinfachtes Verfahren

Erstinspektion

Ja

Nein

Überprüfung der WPK

Ja

Ja

Erstprüfung

Ja

Ja

Jährliche Fremdüberwachung

Ja

Nein

 

Nach welchem Verfahren Sie vorgehen müssen, hängt von Ihrem Produkt ab.

 

Was kostet die Konformitätserklärung?

Die Kosten zur Erlangung der Konformitätserklärung setzen sich wie folgt zusammen:

  • Prüfung der Bauteile, Dokumentenprüfung, Verträge und Prüfbericht:
    Konkrete Kosten können erst nach Einsichtnahme der Rezeptur beim Materialhersteller angegeben werden, da der Prüfaufwand je nach Inhaltsstoffen materialspezifisch festgelegt wird. Die Kontrolle der Rezeptur kostet € 495,00 und wird im Falle einer weiteren Beauftragung gutgeschrieben. Nach der Prüfung der Rezeptur erhalten Sie von uns ein Angebot sowie eine Übersicht über den weiteren Ablauf

  • Erstzertifizierung und Ausstellung der Konformitätserklärung:
    Die Kosten für die Erstzertifizierung liegen derzeit bei € 1.250,00
    Die Kosten für die jährliche Zertifikatsgebühr liegen derzeit bei € 295,00

 

Sind Sie unsicher, ob Ihr Produkt betroffen ist? Am OFI beantworten wir Ihre Fragen gerne und betreuen Sie in allen Belangen rund um Prüfung, Zulassung und Zertifizierung.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Mag. Sabrina Geiss, BSc
t: +43 1 798 16 01 - 113
m: +43 664 320 87 26
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