Ein kleiner Rückblick auf die OFI Geschichte

Die Geschichte des OFI beginnt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, mit Gründung des Chemischen Forschungsinstitutes der Wirtschaft Österreichs, kurz CFI, im Jahr 1946 und ist eng mit der Entwicklung des Werkstoffes Kunststoff verbunden. Kunststoffe und Kunststoffprodukte umfassten damals nur einen ganz geringen Prozentsatz der gesamten wirtschaftlichen Aktivitäten. Nur 10–20 dag betrug damals der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch von Kunststoffen – eine Menge, die heute bestenfalls mit dem Verbrauch von Gewürzen zu vergleichen ist.

Mit den Jahren gewannen Kunststoffe als Werkstoffe immer mehr an Bedeutung, fanden zunächst verstärkt Einsatz im Elektrobereich und in der Sportartikelindustrie – so ersetzte der Kunststoffski den Holzski – und dann auch in der Biomedizin, der Bautechnik oder im Verpackungsbereich. Um die Breite der Branchen, die man mittlerweile bediente, zu verdeutlichen, erfolgte 1984 die Umbenennung in Österreichisches Forschungsinstitut für Chemie und Technik (OFI), den Namen, den das Institut auch heute noch trägt.

75 Jahre OFI 2021 

 

Qualitätssicherung durch Prüfung, Inspektion und Zertifizierung

Bereits 1965 wurde das OFI, damals noch CFI, ermächtigt, Gütezeichen für Kunststoffe und Kunststofferzeugnisse auszustellen. Die Untersuchung von Produkten und die Beurteilung der Qualität waren von Anbeginn Aufgaben, denen das OFI nachgekommen ist. Als eine der ersten Prüfanstalten Österreichs erhielt das OFI 1992 erstmals eine Akkreditierung als Prüfanstalt. Seit damals wurden die akkreditierten Verfahren stetig erweitert, so war das OFI zuletzt für die Durchführung von 704 Verfahren akkreditiert (Stand 2020).

Die meisten Untersuchungen, die das OFI umsetzt, basieren auf nationalen und internationalen Normen bzw. Regelwerken. Im Einzelfall wird allerdings auch, durch flexiblen Einsatz der vorhandenen Prüfausrüstung und das interdisziplinäre Know-how der Expert*innen, auf kundenspezifische, nicht genormte Problemstellungen eingegangen. So erfolgt nicht nur Qualitätssicherung auf hohem Niveau, sondern auch für den Spezialfall wird eine Lösung gefunden.

Zusätzlich ermöglicht die eigene Zertifizierungsstelle OFI CERT die Ausstellung von Zertifizierungen. Die Nachfrage nach der Möglichkeit, transparent und nachvollziehbar darzustellen, dass ein Produkt mehr als die Mindestanforderungen erfüllt, ist hoch. Mit dem OFI Label, das nach erfolgreicher Zertifizierung ausgestellt wird, wird der besondere Qualitätsanspruch sichtbar.

 

Zugang zu angewandter Forschung ermöglichen

Um österreichische Unternehmen zu unterstützen, ermöglicht das OFI seit 75 Jahren Zugang zu Forschung und Expertise. Seit 1954 ist das OFI Mitglied der Austrian Cooperative Research (ACR), um in Kooperation mit anderen Instituten angewandte Forschung zu betreiben und dadurch Innovationen voranzutreiben. Gerade Start-Ups und KMU, die keine eigenen Forschungsabteilungen haben, profitieren von unabhängigen Experten wie dem OFI, die sie dabei unterstützen, ihre Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.

Mit seinem interdisziplinären Know-how und seiner langjährigen Erfahrung fungiert das OFI heute als Technology Translator, der zwischen Wissenschaft und Wirtschaft übersetzt und so Fortschritt erst möglich macht.

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