Produktbeispiel: Senfsorten von Pankrazhofer

Bei der Optimierung von Verpackungslösungen fokussieren derzeit alle auf die Kreislauffähigkeit dieser. Ein wichtiger Aspekt – aber sind rezyklierbare Verpackungen tatsächlich immer die nachhaltigste Variante?

Dieser Fragestellung nimmt sich aktuell das Kooperationsprojekt des Lebensmittel-Clusters „ÖkoVerpackt“ an. In direkter Zusammenarbeit mit österreichischen KMU analysiert das OFI derzeit im Einsatz befindliche Verpackungen und will diese, wo es sinnvoll ist, durch neuartige, ökodesigngerechte Verpackungslösungen ersetzen.

Nicht nur die Wiederverwertbarkeit, auch alle anderen relevanten Faktoren entlang des gesamten Produktzyklus sollen betrachtet werden, damit eine möglichst nachhaltige Verpackungslösung entstehen kann, die weiterhin das Lebensmittel optimal schützt. Gefördert wird die Auseinandersetzung mit dieser komplexen Herausforderung vom Land Oberösterreich.

Verpackungen möglichst nachhaltig gestalten zu wollen, ist kein ganz neuer Trend. In den letzten Jahren haben bereits viele Unternehmen auf Verpackungsoptimierung gesetzt – was in vielen Fällen mit einer Verpackungsminimierung einherging. Weniger Verpackungsmaterial bedeutet weniger Verpackungsmüll – ganz einfach. Allerdings setzen viele dieser Lösungen Mehrschicht- bzw. Verbundfolien ein, die derzeit nicht rezykliert werden können und damit im Widerspruch zur aktuellen Strategie der Kreislauffähigkeit stehen. Inwiefern es ökologisch sinnvoll ist, diese Lösungen durch recyclingfähige Varianten zu ersetzen, untersucht das bundesländerübergreifende Forschungsprojekt „ÖkoVerpackt“. Entlang des gesamten Produktlebenszyklus hinweg will man alle ökologisch relevanten Faktoren betrachten. Dazu zählen neben Produktschutz, Umweltauswirkungen und Recyclingfähigkeit, auch Produktion, Marketing sowie Bedürfnisse von Handel und Konsument*innen. „Im Projekt werden daher alle Ebenen des Produktkreislaufes bewertet – von der Auswahl des richtigen Materials (z.B. Materialdicke; Mono- oder Verbundstoff) über Konsumentenanforderungen (z.B. Anwenderfreundlichkeit) bis zur abfalltechnischen Betrachtung (z.B. Sortierfähigkeit). So soll garantiert werden, dass alle wichtigen Einflussfaktoren ausreichend und vor allem richtig berücksichtigt werden und somit die tatsächlich nachhaltigste Verpackungslösung gefunden wird“, beschreibt OFI-Experte Michael Krainz das Vorhaben.

Diese umfassende Analyse bildet die Basis um bestehende Verpackungen bewerten, und gemeinsam neuartige, ökodesigngerechte Lösungen generieren zu können. Mit wissenschaftlicher Begleitung des OFI können die an dem Projekt beteiligten KMU so ihren individuellen Innovationsprozess starten. Das Ziel sind nachhaltige Verpackungen, die sich durch maximale Funktionalität und minimale ökologische Auswirkungen auszeichnen.

 

Dieses Projekt wird aus Mitteln des strategischen Wirtschafts- und Forschungsprogrammes „Innovatives OÖ 2020“ vom Land Oberösterreich gefördert.

Freuen Sie sich auf den OFI Pulvertag 2021 am 7. Oktober!

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